Sagehorner Bilderbuch

„Sagehorner Bilderbuch“
In der Dorfgemeinschaft „Wir Sagehorner“ entsteht ein neues Projekt

Zahlreich sind die Geschichten, Anekdoten und Erzählungen aus der sogenannten „guten, alten Zeit“, die auch heute noch in Sagehorn und „umzu“ kursieren und immer wieder, sei es an Stammtischen, sei es bei privaten Feierlichkeiten, in diversen geselligen Runden oder Vereinsfesten, sicherer Garant für jede Menge Spaß, Unterhaltung und Ausgelassenheit sind. „Wir wollen verhindern, dass Überliefertes in Vergessenheit gerät. Wir wollen dem, was unser Dorf ausmacht, ein Gesicht geben, es transparent und, mit entsprechendem Bildmaterial, anschaulich machen für Alt und Jung, für Alteingesessene wie für interessierte Neubürger.“ Mit diesen Worten beschreiben Peter Köster und Gunther Theis, beide in Sagehorn lebend und aufgewachsen, das Ziel ihres Projektes. Dem Motto folgend „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ beschäftigen sie sich bereits seit Jahren mit der Sammlung, Kategorisierung und Archivierung alter Fotos, Urkunden oder Textdokumente. So wurden in der Vergangenheit zahlreiche, vornehmlich ältere Mitbürger aufgesucht und nach geeignetem Bildmaterial befragt. Auf diese Weise entstand eine beeindruckende Sammlung, mit der sich verschiedene Themenbereiche wie etwa das dörfliche Vereinsleben, das Schulwesen, Landschaft und Umgebung, Häuser und Straßen, Jagd und Fischerei, Feiern und Feste, Hausschlachtung, Bahn, Gastronomie, Menschen und Persönlichkeiten etc. eindrucksvoll dokumentieren lassen. „Unsere Arbeit ist noch nicht vorbei. Sie lebt von der Unterstützung und Zuarbeit durch die Bevölkerung. Wir sind uns sicher, dass noch eine große Menge an wertvollem Bildmaterial in alten Fotoalben oder Schuhkartons lagert, welches bewahrt werden sollte und unser Archiv weiter vervollständigen könnte.“ Mit diesem Statement richten Köster und Theis einen Appell an die Sagehorner Einwohner und bitten ggf. um Kontaktaufnahme. Alle eingereichten Fotos werden, nach entsprechender Sichtung und Bewertung digitalisiert, so dass die Originalaufnahmen vollständig an die jeweiligen Eigentümer zurück gegeben werden. Neben der Archivierung des Bildmaterials soll dieses mittelfristig der Öffentlichkeit, etwa in Form von Jahreskalendern oder im Rahmen öffentlicher Fotopräsentationen mittels Beamer und Leinwand, zugänglich gemacht werden. Angedacht ist zudem die Erstellung eines käuflich zu erwerbenden Bildbandes, welcher den Titel „Sagehorner Bilderbuch“ tragen könnte.

G. Theis